Vorletzter Tag in Südafrika

20. 3. 20 M.

Heute früh erhielt ich eine Nachricht von Matsetsebale auf WhatsApp, dass er uns erst um zwei abholen würde. Dann könnten wir noch etwas arbeiten und danach essen gehen. Hier machen jetzt alle Restaurants um 18 Uhr zu. So richtig viel zu tun war aber nicht mehr, wir redeten ein bisschen, und er fragte, ob wir weiter Kontakt halten könnten, er hätte uns gerne als Berater im Board of Advisers. Wenn wir können, gerne. Dann verschwand er mit Nené und die beiden kamen mit riesigen Plastiktüten zurück. Sie hatten Getränke und eine wunderbare Torte gekauft und, ich habˋs kaum geglaubt, Teller, Schüsselchen und Besteck. So habe ich doch meine Fußspuren hinterlassen. Jedes Mal wenn sie mit eingeschweißtem Essen und Plastikgeschirr und -Besteck kamen, habe ich etwas gesagt und auf die Müllberge verwiesen, die wir täglich hinterließen. R und ich hatten schon Gläser gekauft, aber die muss man eben auch immer spülen. Dann kamen Spüli und Tücher dazu und nun brauchen sie bald einen Schrank. Zur Zeit steht noch alles auf dem Konferenztisch. Es war so nett, wie sie lachend und stolz uns gegenüber saßen und wir alle die Torte verspeist haben.

Dann mussten wir uns beeilen, noch in unser Lieblingsrestaurant „Baobab“ zu kommen, damit wir rechtzeitig fertig wären. Morgen wird uns Tsetse zum Flughafen nach Johannesburg fahren, aber vorher müssen wir zu ihm kommen, seine Eltern sind auch in Pretoria und sie bestehen darauf, uns zum Lunch einzuladen. Man hat uns erklärt, dass es für Afrikaner sehr wichtig ist, dass die Gäste immerzu etwas zu essen haben, nein sagen geht gar nicht. Okay, dann müssen wir rechtzeitig packen und fahren gleich vom Lunch zum Flughafen. Mit Rs Mittagsschlaf wird es wieder nichts, aber er kann in den kommenden Wochen so viel schlafen………

Tati hat gerade angerufen, ihre mündliche Prüfung am Montag wurde abgesagt. Heute fanden sie noch statt. Jetzt hängt sie in der Luft und muss warten, bis es irgendwann weiter geht. Bewerben kann sie sich ohne die letzte Prüfung auch nicht. Sie weiß nicht, was sie machen soll, lernen muss sie nicht mehr, ihr Zimmer hat sie schon ein paarmal aufgeräumt und die Fenster geputzt. Wäre schön, wenn sie bei uns sein könnte!

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