Reise mit dem Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitän: Mohacs und Pécs Donnerstag

Jetzt reicht s mit den Kirchen. Exkursionen an schöne Stellen und Städte sind das zweite Geschäftsmodell der Flussfahrten. Per Audio erklären die Guides jede Kleinigkeit der Kirchen oder Städte. Ist ja informativ, aber vom 9. Bischoff aus Stein brauch ich nicht mehr seinen Lebenslauf (heute standen wir in der Krypta vor einem Sarg und der Kerl war noch nicht mal zu sehen aber langer Erklärung würdig).

Brav brav
Der Bischof will seine Ruhe haben

Exkursion nach Pécs. Endlose Felder auf flachen Hügeln, Weinberge, Obstplantagen für den klaren Palinka. Fünfkirchen heißt sie, Reminiszenz an deutsche Besiedlung. Die Stadt erinnerte mich an Iași in Rumänien (da haben wir mal für den Senior Experten Dienst gearbeitet). Kaum einer kennt Iași oder Pécs und doch gibt es in beiden alte Universitäten mit mehrsprachigem Studien und internationaler Studentenschaft, herrlichen Bauten, teilweise hunderte Jahre alt. Die Geschichte der Stadt zwischen Orient und Occident schwankenden fesselt mich.

Eine der Universitäten in Iași.
Kathedrale Péc

Ohne Knopf im Ohr bestaune ich die Kirche. Da plötzlich beginnt die Orgel zu jubeln. Es ist mein Lieblingsstück von Bach, Toccata und Fuge. Damit hat Bach Orgeln getestet. Alles, was die Königin der Instrumente her gibt füllt den Kirchenraum und mich.

40 Kirchen soll es geben plus Moschee und Synagoge. Früher, als die Türken hier herrschten, gab’s mehr Moscheen. Ham sie umgewandelt. Außen Moschee, innen katholisch.

Natürlich kaufen wir Palinka. In Rumänien gab’s den Klaren in Wassergläsern vor dem Essen.

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