M: Nicht nur Benzin

Es ist momentan Besorgnis erregend. Da der Staat kaum noch Dollars hat und wenig eigene Güter produziert, ist das Land stark auf Importe angewiesen, die mit Dollars auf dem Weltmarkt erworben werden müssen. Oft wird das von Bolivien selbst geförderte Öl und von der Regierung subventionierte Kraftstoff von Kriminellen ins Ausland geschmuggelt und müssen dann zu höheren Preisen zurück gekauft werden. Dazu kommen logistische Probleme: Wegen Straßensperren gibt es zu wenig Transporte. Dazu gibt es seit einiger Zeit kaum noch Medikamente und wenn, dann sind sie sehr teuer. Karen als Zahnärztin beklagt auch, dass sämtliche medizinischen Ausrüstungen kaum noch zu bezahlen sind. Heute ist Rosenmontag und sie war gerade einkaufen, weil sie Familie und Freunde zum Essen eingeladen hat. Sie kam voller Hoffnung zurück, heute seien die Schlangen an den Tankstellen nicht so lang und es bestehe Hoffnung, dass sie Benzin bekommen.

Wir haben gerade über die Probleme gesprochen und wie die Reaktionen in Deutschland wären, da meinte sie : „Die Leute hier gewöhnen sich daran, die Situation ist für sie fast normal, sie finden Wege, wie sie damit umgehen.“

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