Santa Cruz/Bolivien Was mir so auffällt: von selbsternannten Sheriffs, dem kleinen Deutschland und Experten

Vor den großen Märkten und Restaurants winken eifrig Männer mit Staubtüchern Autos in Parklücken, sie haben sich einen Bereich gesichert, bewachen und putzen mit ihrem Staubtuch wenn gewünscht die Edelmarken. Nasswäsche erwartet etwas mehr Trinkgeld. Sie benötigen nur einen Eimer mit Wasser und wienern sogar die Reifen glänzend. Manche Typen sehen recht martialisch aus.

Deutschland wird klein. Ist mir schon immer so gegangen, mit der Entfernung nimmt die Wichtigkeit der Probleme im eigenen Land ab. Nein, sie verschwinden nicht, aber ihre Relevanz verkleinert sich. Wie mit dem Fernglas. Es vergrößert gewaltig, dreht man es rum, wird die Welt niedlicher. Ich will euch was sagen: es ist Realität. So groß sind sie nicht, die Probleme in D. Sie werden aufgeplustert. Kaputte Straßen, Schulen, Wohnungsnot? Unterschiede zwischen Arm und Reich? Stadt und Land? Kommt her, dann seht ihr, was kaputt und ungerecht bedeutet. Und das Internet ist ganz schön schnell. In Deutschland.
Ja doch, ich schau noch über die Nachrichten. Aber schneller eben. Zeitgewinn für bessere Sachen.

Die Menschen bewegen sich langsamer, aufrechter, gehen körperbetonter. Wir halten mit dem Auto an der Kreuzung. Gegenüber läuft ein hageren, älteren Mann mit schnellen Schritten den Fussgängerweg entlang, zielgerichtet, etwas nach vorne gebeugt, Jeans, Hemd, Basecap sein Outfit. Ein deutscher Experte, sagt Alfredo. Und lacht.

Wolken jagen über den Himmel, ein kühler Wind weht stürmisch. 27 Grad

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