Ein Scheiß kommt selten allein

  • Heute sollte ich Adressen und Kosten von Technischen Schulen im Internet heraussuchen. Es war zum Verzwatzeln. Mal landete ich in den USA (so schöne Gebäude haben sie hier nicht), in Nicaragua (wie kann das sein, eine staatliche Berufsausbildung gibt es nicht in Bolivien), in Palmas  (Santa Cruz). Und die in Santa Cruz de la Sierra gefundenen waren zumeist vor Jahren zuletzt aktualisiert. Und verwirrend. Adresse und Telefonnummer irgendwo versteckt, Kosten der Ausbildung nicht aufgeführt. Meine Kopfschmerzen nahmen zu.
  • Die kamen vom Karneval. Das Missverständnis, laute, sehr laute Musik sei hipp, führt zum Extrem, Verstärker zum Anschlag aufzudrehen. Wimmern am Rand der hörbaren Frequenzen. Schalldrucküber die Schmerzgrenze. Das Wimmern ist immer noch im Ohr und drückt gegen die Schädelwände. Mein Tinnitus schlägt die Hände über den Kopf zusammen. Depp, sagt er laut, sehr laut. Entzündungshemmer soll ich nehmen. Und hoffen, dass es besser wird.
  • Der Schreibtisch steht neben der Glastür zum Balkon. Immer offen. Wegen der Hitze. Heute nicht, es regnete Bindfäden. War kalt. 23 Grad. Klingeln haben die Häuser nicht, die Leute melden sich an durch Rasseln mit dem Vorhängeschloss. Es rasselt. Der Arzt. Ich spring auf und knall mit Kopf und Knie gegen die Glaswand. Der Tinnitus hat sich krank gelacht. Und das Bein ist beleidigt.
  • image_574266627290521
    (Heute ist die Tür wieder halb offen)

    Und dann ist mir noch einGlas zerbrochen und ich hab den weißen Sessel dreckig gemacht. Wie sagt Gerburg Jahnke von Ladyies Night? Männer schmutzen.

  • Wir haben uns verabredet. Wenn es regnet, holt er uns ab, wenn nicht, laufen wir. Ein wenig Bewegung braucht der Computermensch. Es tröpfelt. Wir sagen, es regnet nicht. Und laufen los. Der Freund sagt, es regnet. Wir sind vor seinem Haus, er vor unserem. Irgendwann haben wir uns getroffen.
    Gut, das Letzte ist gelogen. Er wollte gerade losfahren als wir ankamen. Gepasst hätte die Geschichte

Eigentlich war ich fertig mit dem verflixten Tag. Doch dann kam die

  • Nacht. Kopfschmerzen. Im Dunkeln habe ich Wasser und Brausetablette geholt, stell das Glas neben mein Bett, dreh mich um, das Bettuch richten und steh im Wasser. Das Glas war umgefallen. Warum? Aus Boshaftigkeit! Ein kleiner, aufgelöster Rest der Tablette schwamm in der Pfütze. Den hab ich gelutscht.

Und wo bleibt das Positive, Herr E? Hier kommts:

  • Das Glas heute Nacht ist nicht kaputt gegangen
  • Zwei neue Paten offizialisiert (Friedemann&Margrit sowie die liebe Kathi)Einen neuen Freund gefunden. Er ist Arzt. Praktisch.
  • Das Peruanische Restaurant war gut
  • Frank hat die Rückfahrt von Arequipa nach Parracas in einem komfortablen Nachtbus mit Preisnachlass gebucht
  • Hab Zeit genug für den BlogUnd die Bayern haben 3-1 gegen Liverpool verloren.

Ist doch was!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s