Als Senior Experten in Südafrika. Pretoria 10.3.2020

Steve Biko begegnet einem überall. Die Große Straße einen Blick weiter durch das Tal, den Berg hinauf auf die andere Seite ist nach ihm benannt. Das Krankenhaus auf unserem Weg heißt Steve Biko. Auf Plakaten erscheint sein Gesicht, großer Liedermacher und Sänger haben ihn besungen, in Buchhandlungen liegt seine Geschichte mehrfach aus, die Witwatersrand benannte ein Institut nach ihm, ja sogar in Salvador de Bahia gibt es an der Universität ein Institut, das nach ihm benannt ist. Und ein Bleiglasfenster in einer holländischen Kirche zeigt ihn. Er hat leider nichts mehr von seinem Ruhm. Südafrikanische Polizisten haben ihn 1977 bei einem Verhör tot geschlagen.

Saint Ana Church in Heerlen, Niederlande. Quelle: Wikipedia

Biko, ein studentischer Aktivist gegen die Apartheid, hat die Bewegung „Black Consciousness“ mit gegründet. Der Slogan “Black is beautiful” stammt von ihm. Gestärktes schwarzes Bewusstsein war für die weißen Rassisten am Kap ein rotes Tuch, auf den die Apartheid-Ochsen los gingen. Er wurde jahrelang gebannt, ein beliebte Mittel der weißen Minderheitsregierung, Aktivisten mundtot zu machen. Verbannt in ihre Wohnungen war jeder Kontakt mit mehr als einer Person verboten, im Extremfall nicht einmal mit anderen sprechen. Biko hat dagegen verstoßen, wurde gefasst, nackt angekettet, 24 Stunden am Stück verhört, gefoltert, mit schweren Kopfverletzungen in der Zelle liegen gelassen, nackt hinten auf einem Pick Up 1000 km nach Johannesburg transportiert und da ist er ohne Hilfe gestorben. 20 000 Menschen haben an seinem Begräbnis teilgenommen. Weltweit war die Bestürzung groß, die Apartheid stürzte weiter ab in Isolation.

Biko wurde eine Ikone der Anti-Apartheid Bewegung, bis heute geehrt und bewundert (kritisiert wird er auch als schwarzer Nationalist, sogar als Sexist, aber das führt jetzt zu weit). Mir schnürt es das Herz zu, wie die weißen Herrenmenschen ihn behandelt und umgebracht haben. Der zuständige Minister ließ verlauten, Biko sei im Hungerstreik verstorben.

Ich schrieb von heißer Luft im Projekt, dahinter sei nicht viel. Es ist mehr da, obwohl ich noch immer nicht kapiere, wie viel. Sie rücken nicht richtig raus. 50 000 Follower haben sie in Facebook. Sagen sie. Als ich nachschaue, sind da überwiegend fromme und erbauliche Sprüche, die hunderte von Usern sich anschauen und gut befinden. Ist das eine andere Welt, die ich nicht verstehe? Eine Reihe Veranstaltungen weisen sie aus, in Kooperation mit Universitäten. Wer hat das organisiert, wer finanziert? Bisher sagen sie es mir nicht. Heute will ich tiefer nach haken. Sie haben sich ein großes Paket an Tätigkeitsfeldern definiert. Wir kommen zu der Aufgabenverteilung und Zuordnung. Für drei Freiwillige!

1 Kommentar

  1. Steve Biko: Ein weiteres „grauenvolles Kapitel“ in Südafrikas Apartheids-
    Geschichte ! Bei dieser Person, muss ich passen !! Somit ist es
    „gut“ Deinen Bericht „gelesen“zu haben !!!
    „Black is beautiful“ war/ist mir natürlich bekannt, jedoch ohne
    das vg. Hintergrund-Wissen 😦

    Zurück im Geschäft der Senior Experten:
    Heiße Luft, „ja- u. nein“ Rätsel, werden – nicht – beantwortet. Dadurch entstehen weitere Fragen. ERHALTEN wir, diesbezügliche Antworten, WER weis ? Es BLEIBT spannend ! Wir ARBEITEN weiter- u. vergeben Aufgaben an „wenige Freiwillige“! Spätere ERGEBNISSE, betreffend- Aufgaben-DURCHFÜHRUNGEN mit konstruktiven ZIEL/ ERFOLGS-Annäherungen ! Ob wir „DIESE“ irgend- wann mitgeteilt bekommen, dass STEHT in den Sternen !!

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