Kurz hinter der höchsten Schleuse auf der Rhone ein Metallsteg, da legt er an. Dahinter Wüstenei und noch weiter ein Städtchen mit dem prächtigen Namen Chateuneuf du Rhone. Sei nix zum besuchen, sagen sie. Nur zum Ausstieg für die gebuchten Ausflügen an die Ardeche und zum Lavendel anschauen. Haben wir nicht weil wir vor 20 Jahren schon mal hier waren und uns ziemlich gestritten haben. Die Bilder sind noch da und erinnern. Der Wind weht stark, Mistral?
Die kalten Winde bliesen
Mir grad ins Angesicht;
Der Hut flog mir vom Kopfe, doch ich ging geradeaus weiter, muss man ja gesehen haben.
Dann fuhr das Schiff um die Ecke (wirklich) und wir waren im Hafen von Viviers. Und im Mittelalter. Oder auf dem tiefsten Land in Frankreich. Die grauen, steinernen, unverputzten Gebäude strahlten eine seltsame Anziehungskraft aus. Bei uns hätte man längst verschönert mit Mörtel und Farbe. Die engen Gassen gepflastert, in der Mitte eine Rinne für ablaufendes Wasser und Schmutz. Der Kirchturm oben auf dem Felsen eher ein Wehrturm, die Panoramaaussicht bis zu Bergmassiven der Alpen hinter der Ebene weit entfernt.






Jetzt dampfen wir mit Vollgas durch die Nacht Richtung Arles. Ankunft so gegen 7:00 Uhr morgen früh.

Hach wie schön, dieses Frankreich hat schon was! Und das Essen auf dem Schiff klingt ja zumindest doch sehr französisch. Genießt alles!
LikeLike